E-Learning Fehler – Das muss nicht sein!

#Tipps & Tricks
31.01.2017

Die Einführung von E-Learning-Kursen ist sinnvoll und bringt Mehrwert für Ihre Mitarbeiter und Ihr Unternehmen – zumindest ist dies genau das, was wir Ihnen täglich predigen. Trotzdem sollte nie aus den Augen verloren werden, dass die Erstellung und Integration von Online-Kursen zunächst einmal Zeit und Geld kostet. Damit sich das Ganze zu einer lohnenden Investition für Sie entwickelt, sollten Sie jedoch einige Dinge beachten. Im Folgenden stellen wir fünf typische Fehler1 vor, die bei der Erstellung und Nutzung von E-Learning-Kursen gemacht werden und die Ihren Return on Invest (ROI – zu Deutsch „Kapitalrendite“) negativ beeinflussen können. Selbstverständlich erfahren Sie auch, wie Sie diese Fehler vermeiden können, und somit Ihr E-Learning effektiv und lohnend gestalten können.

 

1. Kein Bezug zum Arbeitsalltag

Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Lernenden nicht mit Informationen und Fakten überfluten, die nichts mit Ihrem alltäglichen Arbeitsleben zu tun haben. Die übermittelten Inhalte müssen so relevant für Ihre Nutzer sein, dass diese das Gelernte ohne Probleme an ihrem Arbeitsplatz anwenden können. Diesen Bezug zur Wirklichkeit erreichen Sie beispielsweise durch interaktive Simulationen oder Storytelling.

Tipp: Nutzen Sie die Vorteile der Reporting-Funktion in Ihrem LMS, um nachvollziehen zu können, wo eventuelle Probleme in Ihren Kursen auftreten, die effektives Lernen verhindern. Evaluationsmaßnahmen können ebenfalls sinnvoll sein, da die Lernenden so Feedback über die Lerninhalte geben können, z.B. über die Anwendbarkeit des Gelernten im Alltag.

 

2. Individuelle Startvoraussetzungen

Viele Unternehmen testen Ihre Mitarbeiter am Ende eines E-Learning-Kurses. Was allerdings häufig vergessen wird, ist eine Erfassung der Fähigkeiten und Kenntnisse der Mitarbeiter vor dem Start des Kurses. So fehlt nicht nur die Messbarkeit des Fortschritts und der Verbesserung der Lernenden, sondern auch die Möglichkeit, Kurse an den Wissensstand jedes einzelnen Mitarbeiters anzupassen.

Tipp: Erfassen Sie vor Beginn des Online-Trainings die Stärken und Schwächen Ihrer Mitarbeiter. So können Sie Ihre E-Learning-Kurse an die Bedürfnisse Ihrer Lernenden anpassen und den Fortschritt dokumentieren. Das erlaubt Ihnen nicht nur individuell auf die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter einzugehen, sondern gibt Ihnen auch Rückschlüsse über die Qualität ihrer Lerninhalte. Wenn ein Großteil Ihrer Mitarbeiter nach Beendigung eines Kurses in einem bestimmten Themenfeld keine Fortschritte erzielt hat, sollten Sie den Kurs eventuell noch einmal überarbeiten.

 

3. Keine klaren Zielvorgaben
Fehlende Zielvorgaben bei der Erstellung von Online-Kursen können den ROI negativ beeinflussen. Machen Sie nicht den Fehler, Inhalte über Zielvorgaben zu priorisieren. Ein E-Learning-Kurs muss immer einem bestimmten Zweck dienen, ansonsten wird er sowohl den Lernenden als auch Ihrem Unternehmen keinen Mehrwert bringen.

Tipp: Formulieren Sie vor Erstellung der Kurse mit Ihrem E-Learning-Team klare Ziele, die mit Hilfe der Online-Kurse erreicht werden sollen. Befragen Sie auch Ihre Mitarbeiter, um herauszufinden, welche Aktivitäten diese als sinnvoll erachten und was ihre persönlichen Ziele sind.

 

4. Fehlende Personalisierung
Standardisierte E-Learning-Kurse sind zwar relativ leicht zu erstellen, bringen jedoch keinen Mehrwert für Ihren ROI. Jeder Lernende hat andere Stärken und Schwächen und erreicht auf unterschiedlichen Wegen sein persönliches Lernziel. Außerdem benötigen Ihre verschiedenen Mitarbeitergruppen in unterschiedlichen Bereichen Trainingsangebote. Ein E-Learning-Kursangebot für alle macht also wenig Sinn.

Tipp: Ermöglichen Sie personalisierte Lernpfade. Erstellen Sie eine Kursauswahl, die auf dem Prinzip des Microlearning beruht, sodass sich jeder Lernende die Kurse seinen Kenntnissen und seiner Position entsprechend auswählen kann. Geben Sie außerdem personalisiertes Feedback, um die Lernenden in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Fördern Sie auch den Austausch zwischen Ihren Mitarbeitern (z.B. durch ein Online-Forum) und ermutigen Sie sie zu gegenseitigem Feedback. Der persönliche Lernerfolg Ihres Teams wird sich auch positiv auf die Performance Ihres Unternehmens auswirken.

5. Einmaliges Online-Training
Online-Training sollte kein einmaliges Ereignis sein. Wenn Sie Ihren Lernenden nicht die Möglichkeit geben, das erlernte Wissen immer wieder aufzufrischen, wird sich Ihr E-Learning als keine lohnende Investition herausstellen.

Tipp: Ermöglichen Sie es Ihren Mitarbeitern, wann und wo auch immer sie wollen auf die Lerninhalte zuzugreifen. E-Learning sollte ein kontinuierlicher Prozess sein, der lebenslanges Lernen ermöglicht. Unterstützen Sie diesen Prozess, damit sich Ihr Online-Training sowohl für Ihre Mitarbeiter als auch für Ihr Unternehmen lohnt.

 

Wenn Sie also ein paar grundlegende Dinge bei der Erstellung und Nutzung Ihrer Kurse beachten, wird sich Ihr E-Learning-Projekt mit Sicherheit als eine erfolgreiche Investition zeigen und zu einer Bereicherung für Ihre Mitarbeiter und Ihr Unternehmen werden.

Haben Sie sich bei dem einen oder anderen Fehler ertappt gefühlt? Oder haben Sie vielleicht eigene Tipps und Erfahrungen zu diesem Thema? Schreiben Sie uns gerne einen Kommentar, wir freuen uns über alle Anmerkungen!

 

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