Lernformen im E-Learning – Trends und Entwicklungen

#E-Learning Trends
13.02.2024
Diese Lernformen im E-Learning liegen im Trend.

Lernformen im E-Learning unterscheiden sich zum Teil grundlegend von klassischen Vorgehensweisen. Anstelle von Frontalunterricht und Gruppenarbeiten treten personalisierte Kurse, ultrakurze Einheiten für schnelle Informationsauffrischung und spielerische Elemente. So sprechen die unterschiedlichen Lernmethoden im E-Learning eine breite Zielgruppe und unterschiedliche Lerntypen an. Doch welche gibt es und für wen eignen sich die jeweiligen Methoden?

Was sind Lernformen im E-Learning und welche Unterschiede bestehen zu klassischen Methoden?

E-Learning-Kurse nutzen Menschen mit sehr unterschiedlichen Bedürfnissen und Lernvorlieben. Die einen merken sich visuelle Darstellungen besser, andere bevorzugen Informationen in Textform. Verschiedene Formen des E-Learnings in einen Kurs zu integrieren, ist daher wesentlich, um das zu vermittelnde Wissen den unterschiedlichen Lerntypen zugänglich zu machen.

Unter Lernformen im E-Learning versteht man eine Reihe von digitalen Präsentationsmöglichkeiten, die sich innerhalb einer Einheit miteinander verknüpfen lassen. Sie machen Wissen erlebbar und strukturieren die Informationen. Anders als im analogen Unterricht können digitale Inhalte flexibel skaliert und an verschiedene Lerntypen angepasst werden, zum Beispiel auch im Blended Learning. Teilnehmer bestimmen weitgehend selbst, in welchem Tempo und oftmals auch in welcher Reihenfolge sie ihre Lektionen erarbeiten. Dazu kommt die multimediale Unterstützung, etwa in Form von Videos, animierten Grafiken oder Audioformaten.

Welche Lernformen gibt es im E-Learning?

Smarte Systeme, die sich automatisch an individuelles Know-how anpassen, interaktive und Echtzeitkurse sind nur einige von zahlreichen modernen Lernmethoden im E-Learning. Bekannt und im Trend sind folgende Formen.

Personalisierte / adaptive Lernformen

Adaptive Lernsysteme passen sich den Nutzern individuell an. Sie „erkennen“ Fortschritte und den jeweils aktuellen Wissensstand und empfehlen darauf basierend die nächsten Einheiten. So ist sichergestellt, dass die Teilnehmer weder über- noch unterfordert sind und ein effektiver Lernerfolg zu erwarten ist.

Micro-Learning und Micro-Credentials

Micro-Learning beschreibt Lerneinheiten, die sich innerhalb weniger Minuten absolvieren lassen. Sie vermitteln Fakten kurz und knackig. Sie eignen sich besonders gut, um klar umrissene Themengebiete zu erläutern und sich Inhalte optimal einzuprägen. Auch für mobile Lerneinheiten sind sie ideal. Micro-Credentials bescheinigen die Teilnahme an einem Micro-Learning, gelten allerdings auch als Sammelbegriff für die ultrakurzen Kurse an sich.

Gamification – das (Lern-)Leben ist ein Spiel

Wissensquizze, bei denen Punkte zu sammeln sind, Spiele, in denen die Lernenden eine Figur durch eine animierte Welt führen und dabei Probleme lösen: Elemente wie diese sind als Gamification bekannt. Auf spielerische Weise werden Fakten vermittelt, Kommunikationsskills trainiert oder die Motivation gesteigert. So zählt etwa ein Fortschrittsbalken innerhalb eines digitalen Kurses als Gamification-Element.

Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen

Künstliche Intelligenz (KI) imitiert menschliches Wissen und Verhalten. Im E-Learning ergeben sich daraus spannende Potenziale in der Zukunft. Eine durch KI lernende Software passt sich exakt an die Bedürfnisse und Fortschritte der Nutzer an und schlägt eigenständig Kurse und Inhalte vor. Machine Learning beschreibt selbstlernende Algorithmen auf Basis riesiger Datenmengen (Big Data). Ein Beispiel dafür sind Chatbots wie ChatGPT, die mit den Fragen der Nutzer ihr Wissen erweitern.

Immersive Lernformen: Virtual und Augmented Reality

Virtual Reality als Lernform im E-Learning erlaubt es Teilnehmern, vollständig in digitale Welten abzutauchen und so beispielsweise realitätsgetreue Flug- oder Fahrtrainings zu absolvieren. Augmented Reality integriert virtuelle Elemente in typische Situationen und erweitert so die Realität. Über die Smartphone-Kamera lassen sich zum Beispiel vergangene Epochen zum Leben erwecken oder medizinische Fakten anschaulich vermitteln.

Mobile Learning

Überall zu lernen, steckt hinter dem Konzept der mobilen Lernmethode für E-Learnings. Die Inhalte sind in der Regel in einer App hinterlegt und werden in kurzen Einheiten vermitteln, oftmals in Micro-Learnings. Die Darstellungsweise und die hohe Flexibilität bei der Verwendung fördert die Lernmotivation. Viele Nutzer behalten diese prägnant übermittelten Fakten besser im Gedächtnis als ausführliche Einheiten.

Social Learning

Im sprichwörtlich stillen Kämmerlein lassen sich Daten und Fakten im Allgemeinen gut auswendig lernen. Geht es jedoch um Kommunikationsmethoden, komplexe Problemlösungsprozesse oder aktuelle Diskurse, ist der Austausch mit anderen Personen wesentlich. Social Learning trägt dem Rechnung. In Foren oder per Videokonferenz treten die Teilnehmer eines E-Learning-Kurses virtuell in Kontakt und profitieren gegenseitig von der persönlichen Kommunikation. Die Methode eignet sich auch dazu, gelernte Fakten zu diskutieren und offene Fragen zu klären.

Massive Open Online Courses

Während Social Learnings sich im Allgemeinen auf eine klar umrissene Gruppe fokussiert sind, stehen Massive Open Online Courses (MOOCs) allen Interessierten offen. Der Onlinekurs findet meist an festgelegten Terminen über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten statt. Vergleichbar ist er mit einer öffentlichen Vorlesung im Uni-Hörsaal. So erhalten zahllose Menschen Zugriff auf die Informationen, die jedoch nicht passend zu verschiedenen Lerntypen präsentiert werden. MOOCs kommen vor allem als Ergänzung für individuelle Einheiten infrage und sind ideal, um sich einen Überblick über einen Themenbereich zu verschaffen. Oftmals werden sie mit Kommunikationsfeatures wie Foren und Chatbereiche für den Austausch der Teilnehmer untereinander kombiniert.

Synchrones und asynchrones Online-Learning

Synchrones E-Learning versammelt alle Teilnehmer zur selben Zeit an einem (virtuellen) Lernort. Damit ähnelt die Methode dem analogen Präsenzunterricht, findet jedoch digital statt, zum Beispiel in einem Videochat oder einem virtuellen Klassenzimmer. Auf diese Weise ist direktes Feedback möglich und die Nutzer können diskutieren und komplexe Fragen im Team klären.

Bei der asynchronen Form des E-Learnings erfolgt die Teilnahme zu unterschiedlichen Zeiten, wie es bei der Nutzung von Lernplattformen, Apps und Videos der Fall ist. Die Lernform macht E-Learning flexibler und nicht zuletzt für viele Arbeitnehmer praktischer. Es bleibt zudem mehr Freiraum, sich Inhalte einzuprägen, zu wiederholen oder auszulassen.

Lernformen im Learning gewinnbringend nutzen

Jeder lernt anders. Verschiedene Methoden zu vereinen, maximiert daher den Lerneffekt und macht digitale Kurse für jeden Lerntyp erfahrbar. WebCampus verknüpft alle gängigen Formen des E-Learnings passend zu Ihren Bedürfnissen und Anforderungen. Stellen Sie leicht individuelle Einheiten mit verschiedenen Lerninhalten wie interaktive Bilder oder Animationen zusammen. Probieren Sie gern mit der Demo-Version aus, wie einfach die Kurserstellung mit WebCampus ist.

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Dr. Moritz Schulz,
Geschäftsführer

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